Praxis für Neuropsychologie

In unsere neuropsychologische Praxis kommen Sie in der Regel zur Nachbehandlung nach einer neurologischen Rehamaßnahme, wenn Ihnen dort die ambulant neuropsychologische Therapie empfohlen wurde.

Die neuropsychologische Therapie wird bei allen krankheitsbedingten Funktionsstörungen des Gehirns angewandt. Darunter fallen z. B. Folgen von:

  • traumatischen Schädigungen des Gehirns (z. B. Schädelprellung, Schädelbruch, Gehirnerschütterung)
  • Schlaganfällen
  • entzündlichen Krankheiten (z. B. Meningitis)
  • epileptischen Erkrankungen
  • frühkindlichen Schädigungen und Entwicklungsstörungen des zentralen Nervensystems
  • Tumoren
  • Demenzformen
  • Parkinsonsche Erkrankung

Folgen solcher Erkrankungen können Lähmungen oder Störungen im Bereich der geistigen Leistungsfähigkeit, im Gefühlsleben oder im Sozialverhalten sein. Diese Art Folgen von Hirnschädigung sind behandelbar. In der Neuropsychologie wurden in den letzten Jahren zunehmend Methoden entwickelt, die Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit, der Gefühlssteuerung und des Verhaltens mindern und die Anpassung an die Einschränkungen unterstützen.

Kontakt

Dipl.-Psych. Judith Hägele
Tel.: 07071 - 29 88 323
E-Mail: haegele@zar-tuebingen.de

Dr. Susanne Gräber-Sultan
Tel.: 07071 - 29 88 350
E-Mail: graeber-sultan@zar-tuebingen.de

Rezeption
Tel.: 07071 - 29 81 284


Behandlung

  • Störungen der Lern- und Gedächtnisleistungen: z. B. Einüben von Gedächtnisstrategien, „externe Hilfen“ wie Kalender oder Smartphone, Erinnerungshilfen im individuellen Alltag schaffen.

  • Störungen des problemlösenden und schlussfolgernden Denkens, der Planungsfähigkeit und der Handlungssteuerung: z. B. Ziel-Management-Techniken, Problemlösetraining.

  • Störungen der Aufmerksamkeitsleistungen: z. B. computerunterstütztes Training, Pausenmanagement.

  • Beeinträchtigungen der visuellen Wahrnehmung durch Gesichtsfeldeinschränkungen: Training großer Blicksakkaden und Explorationstraining.

  • Halbseitige Vernachlässigung (Neglect): z. B. computerunterstütztes Training zur Verlagerung der Aufmerksamkeit.

Bei der neuropsychologischen Therapie kommen neben computergestützten Trainingsprogrammen auch Methoden, durch die die Betroffenen eine bessere Einsicht in die aktuellen Probleme gewinnen und lernen diese besser auszugleichen, zum Einsatz. Auch die Angehörigen werden – wenn immer möglich – in die Therapie einbezogen.

 

Zugang zur ambulanten neurologischen Therapie

Wenn Sie die Empfehlung für eine ambulant neuropsychologische Therapie erhalten haben kommen Sie idealerweise mit Ihrem letzten Reha-Entlassbericht zu uns zu einem ersten Kennenlerntermin. Hierbei sehen wir uns Ihre Vorbefunde an und finden gemeinsam heraus, was Ziele der Therapie bei uns sein könnten. Sollte eine Therapie sinnvoll sein, stellen wir gemeinsam einen Antrag auf Kostenerstattung bei Ihrer Krankenkasse.